»Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.«

Jean Paul

Planeten im Mittags-Zyklus

Blauer Sand-Planet

»Blauer Sand« ist der erste Planet, der auf dem Weg der »Taimyr«-Expedition liegt. Während einer Erkundungsmission auf der Oberfläche in der Nähe des Äquators verlieren sie alle Kyber-Erkunder.

Ein Besatzungsmitglied wird getötet und Co-Pilot Kondratjew bricht sich ein Bein. Der Planet ist mit blauem Sand (daher der Name) bedeckt. In seiner Atmosphäre toben Stürme, die eine Landung sehr schwierig machen.

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Die Wanderer

Die Wanderer sind eine intelligente Spezies im Mittags-Zyklus der Autoren Arkadi und Boris Strugatzki. Der Heimatplanet der Wanderer ist unbekannt.

Die große Offenbarung

Während der gesamten Geschichte der Erde gab keinen einzigen offiziellen Kontakt mit den Fremden, obwohl sie oft in Kontakt mit der Bevölkerung anderer Planeten (z.B. Esperanza) traten. Eine Begegnung mit Vertretern der Wanderer – den Menten – findet 2199 auf der Erde statt. Dieses Ereignis wird deshalb auch die »Große Offenbarung« genannt.

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Progressoren

Progressoren im Genre Science-Fiction sind Angehörige einer hochentwickelten Zivilisation. Sie sollen den Fortschritt weniger entwickelter Zivilisationen unterstützen.

Somit steht jede Progressortätigkeit in starkem Gegensatz zur sogenannten Hauptdirektive des Star-Trek-Universums.

Der Begriff Progressor wurde von Arkadi und Boris Strugatzki erfunden. Auch in anderen Werken der SF-Literatur tauchen ähnliche Ideen auf. David Brins Uplift-Zyklus hingegen konzentriert sich auf die Darstellung eines sogenannten biologischen Liftens (Erhebens), das mit entsprechenden psychologischen und gesellschaftlichen Prägungen einhergeht.

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Die Findelkinder

Am 26. Dezember 2137 entdecken Forscher im Sternsystem EN-9173 (auf einem unbekannten Planeten) eine außerirdische Anlage. Boris Fokin erhält die Genehmigung, eine künstliche unterirdische Höhle zu untersuchen, die vermutlich durch Wanderer erbaut wurde.

Nach dem Betreten der Höhle finden Fokin und seine Leute eine seltsame Maschine, die sie aufgrund ihres Aussehens als »Sarkophag« bezeichnen. Das berechnete Alter des Gerätes beträgt ca. 40 – 45.000 Standardjahre.  Es wird weiter entdeckt, dass der Sarkophag an ein planetenweites Netz aus Energieerzeugern angeschlossen ist. Trotz ihres Alters funktioniert die Anlage. Die Wissenschaftler sind geschockt, als sie entdecken, dass der Sarkophag ein hochentwickelter Inkubator mit dreizehn befruchteten menschlichen Eizellen ist. Kurz darauf legt Expeditionsleiter Gennadi Komow fest, dass alle Informationen über den Fund als geheim zu klassifizieren sind, damit nichts davon an die Öffentlichkeit gelingt.

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Der Junge aus der Hölle

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Gagh, Sturmkater und Kadett einer Eliteschule, erreicht zusammen mit seinen Kameraden und ihrem Ausbilder die Kriegsfront auf Giganda. Sie sind die letzte Hoffnung des Herzogs von Alaya, dem Krieg gegen das Imperium (Reich) eine entscheidende Wendung zu geben. Doch schon beim ersten Zusammenstoß mit den Truppen des Reichs wird Gagh lebensgefährlich verwundet.

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Das vergessene Experiment

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Irgendwo in Sibirien wird ein Experiment gestartet. Ergebnisse sind erst in ferner Zukunft zu erwarten. Bis dahin überlässt man die Versuchsanlage sich selbst. Die Zeit vergeht. Ein halbes Jahrhundert später wird in derselben Gegend ein Teilchenbeschleuniger gebaut. Dann geht etwas schief – Atomexplosion und radioaktive Strahlung rund um das Epizentrum. Die Gegend wird zur verbotenen Zone erklärt.

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Fluchtversuch

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Eigentlich wollen Anton und Wadim nur zur Pandora und Tachorge jagen. Aber dann taucht dieser komische Typ auf und fragt, ob er nicht mitkommen könne. Er will möglichst weit weg von zu Hause. Ein Planet mit atembarer Luft und halbwegs angenehmen Klima wäre nett.

Saul verhält sich zudem eigenartig, trägt immer seine Aktentasche unter dem Arm und hat von den einfachsten Dingen des Lebens keine Ahnung. Nebenbei erzählt er, er wäre Historiker und kenne sich besonders gut über das 20. Jahrhundert aus. Nur der riesige Scorcher will nicht so recht zum zerstreuten Gelehrtentyp passen, der sich mal kurz aus seinem einsamen Kämmerlein traut.

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Die Charaktere der Vorgeschichte

Als Arkadi und Boris Strugatzki an ihrem ersten Roman schrieben, ahnten sie gewiss noch nichts davon, das daraus ein ganzer Weltentwurf hervorgehen sollte.

Nichtsdestotrotz schufen sie ein starkes Ensemble von Personen, die in den folgenden Werken immer wieder auftraten und durch ihre Abenteuer die Welt des Mittags (»Mittags-Zyklus«) entscheidend prägten.

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Die Hauptcharaktere

Der Übergang zwischen den beiden Zeitebenen des Zukunftszyklus »Mittag, 22. Jahrhundert« (»Mittags-Zyklus«) ist fließend. Zwei Raumfahrer aus unserer näheren Zukunft überspringen bei ihrem Flug durch das All einen großen Zeitraum und kehren ins 22. Jahrhundert auf die Erde zurück. Ein anderer »Rückkehrer«, Leonid Gorbowski, hilft ihnen bei ihrer Eingewöhnung und wird später die zentrale Figur in der Welt des »Mittags«.

Vier weitere Haupthelden, die in diese Welt hineingeboren wurden, begleitet der Leser auf ihrem Lebensweg von Kindheit an.

Später wird die Weiterentwicklung der Welt des Mittag anhand der Schicksale von Maxim Kammerer, Rudolf Sikorski und vieler anderer vermittelt.

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Die Nebencharaktere

Über die Bewohner ihres »Mittags-Zyklus« hatten Arkadi und Boris Strugatzki ganz konkrete Vorstellungen: »Schließlich erkannten wir, mit wem man diese glänzende, aber leere Welt füllen musste: mit unseren Zeitgenossen, genauer gesagt, mit den besten unter den Zeitgenossen – mit unseren Nächsten und Freunden, reinen, ehrlichen, guten Menschen, die schöpferische Arbeit und die Freude der Erkenntnis über alles liebten … Natürlich idealisierten und romantisierten wir unsere Freunde ein wenig, doch dafür hatten wir zwei ganz reale Gründe: Erstens liebten wir sie, und zweitens hatten sie das, verdammt noch mal, auch verdient!« ([1] S. 631)

Sechs Streichhölzer

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Professor Komlin
Professor Komlin

Professor Komlin, ein angesehener Mitarbeiter des Zentralinstituts für Hirnforschung, wird bewusstlos in seinem Arbeitszimmer aufgefunden.

Wenig später trifft Arbeitsschutzinspektor Rybnikow ein und beginnt mit den Untersuchungen. Institutsleiter und Mitarbeiter begegnen ihm mit Misstrauen. Trotzdem kommt Rybnikow schnell dahinter, dass Komlin seit einigen Wochen mit einem Neutrino-Generator experimentiert haben muss.

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Die Vorgeschichte

Einige Romane und Erzählungen spielen in der Zeit des Übergangs zum »Mittags-Zyklus«, können jedoch aufgrund ihrer Handlung und Charaktere als Vorgeschichte und damit als zum Zukunftszyklus gehörig angesehen werden. Bspw. unternimmt Alexej Bykows Enkel einen Langzeitflug, der ihn erst nach Jahrzehnten zur Erde zurückkehren lässt, mitten in die Welt des »Mittag, 22. Jahrhundert«….

Der Zukunftszyklus »Mittag, 22. Jahrhundert« (»Mittags-Zyklus«) handelt deshalb auf zwei Zeitebenen.

Die Erzählung »Sechs Streichhölzer« ist dabei zeitlich ganz vorn einzuordnen.

Zur frühen Zeitebene gehören die Bykow-Trilogie mit dem Roman »Atomvulkan Golkonda«, der längeren Erzählung »Der Weg zur Amalthea« und dem Episodenroman »Praktikanten«. Außerdem gehören noch der Roman »Die gierigen Dinge des Jahrhunderts« und die Erzählung »Die Erprobung des SKK« dazu. Letztere leitet bereits zur zweiten Zeitebene über.

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Die Erprobung des SKYBEK (SKK)

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Am Anfang treffen wir auf den Ingenieur Akimow, der mit der Programmierung und Justierung eines neuartigen Computersystems beschäftigt ist. Akimow steht kurz vor dem Abschluss dieses Projekts und präsentiert seiner Freundin Nina voller Stolz das Ergebnis monatelanger Arbeit. Das System kybernetischer Kundschafter – kurz SKK – ist ein selbstorganisierendes System und besteht aus einer zentralen Steuereinheit und drei Zusatzgeräten, die äußerlich an Gottesanbeterinnen erinnern. Das SKK wird eine Expedition unter Leitung von Anton Bykow bei der Erforschung eines fernen Planeten unterstützen. Das kybernetische System soll unbekannte Gefahren entdecken und den Forschern Empfehlungen geben, was dagegen unternommen werden kann.

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Es ist schwer, ein Gott zu sein

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Im 22. Jahrhundert entdecken Forscher bei ihren Reisen durch das Weltall einen Planeten, der in vielerlei Hinsicht der Erde gleicht. Während auf der Erde die Menschen in einer friedlichen und glücklichen Welt leben, herrschen auf dem Schwesterplaneten mittelalterliche Verhältnisse.

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Die dritte Zivilisation

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Stas Popow, ein junger Kyber-Techniker, gehört zu einem Team, das die Möglichkeiten des Terraforming eines fremden Planeten untersucht. An der Expedition nehmen die Besatzungen von insgesamt zwölf Raumschiffen teil, die in verschiedenen Klimazonen des Planeten gelandet sind. Bei dem »Arche« genannten Unternehmen handelt es sich um eine kosmische Hilfsaktion für die Zivilisation auf dem Planeten Panta. Dessen Sonne wird sich innerhalb kurzer Zeit zu einer Supernova entwickeln und alles Leben vernichten. Die Pantianer leben auf einer relativ niedrigen Entwicklungsstufe und sind nicht in der Lage, sich selbst zu helfen, ahnen zudem auch nichts von der drohenden Katastrophe.

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Der ferne Regenbogen

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Der ferne Regenbogen

»Der ferne Regenbogen« ist ein kleiner, weit von der Erde entfernter Planet. Auf ihm herrschen für menschliches Leben geeignete Umweltbedingungen. Einige Orte scheinen landschaftlich regelrecht paradiesisch zu sein. Auf dem Planeten leben neben vielen Wissenschaftlern auch Künstler und Touristen. Es gibt ein kleines Kinderstädtchen, in dem die Kinder der Bewohner aufwachsen und betreut werden.

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Die Wellen ersticken den Wind

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Buchcover
Buchcover

Im Jahr 2225 schreibt Maxim Kammerer an seinen Memoiren. Er ist mittlerweile 89 Jahre alt. Es handelt sich dabei nicht um Memoiren im eigentlichen Sinne. Kammerer blickt auf die Geschehnisse um die »Große Offenbarung« im Jahr 2199 zurück. Dieses Ereignis erschütterte die gesamte Menschheit. Die Menschen sahen sich mit Sachverhalten konfrontiert, mit denen niemand gerechnet hatte.

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Praktikanten

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Titel
Cover der russ. Originalausgabe

Jura Borodin, ein junger Vakuumschweißer, hat den Anschluss an seine Gruppe verloren, die sich bereits auf den Weg zum Saturnsystem befindet. Auf Grund eines glücklichen Umstands, kann er in der „Tachmasib“ mitfliegen.

Die Besatzung des Raumschiffs bricht zu einem Inspektionsflug durch das Sonnensystem auf. An Bord befinden sich der Kapitän Alexej Bykow, der Generalinspektor Wladimir Jurkowski, der Navigator Michail Krutikow und der Bordingenieur Iwan Shilin.

Es ist geplant, von der Erde zum Mars, von dort in den Asteroidengürtel, weiter zum Saturn und seinen Monden, dann per »Oversun« zum Jupitersystem, von dort wieder in den Asteroidengürtel und danach zurück zur Erde zu fliegen. 

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Der Weg zur Amalthea

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Die Besatzung der Raumstation auf dem Jupitermond Amalthea benötigt Lebensmittel. Eine Gruppe von Raumfahrern macht sich deshalb mit dem Photonenfrachter „Tachmasib“ auf dem Weg, um neuen Proviant zu liefern.

Den Direktor der J-Station auf der Almathea, dem fünften Mond des Jupiters, plagen Sorgen. Auf Kallisto wurde vor einiger Zeit ein Nahrungsmitteldepot durch einen aggressiven Pilz vernichtet. Bereitwillig wurde der dortigen Stationsbesatzung mit einigen Konserven ausgeholfen. Nun ist der eigene Vorrat an Nahrungsmitteln fast vollständig aufgebraucht. Es droht eine Hungersnot.

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Atomvulkan Golkonda

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Atomvulkan Golkonda

Eine Gruppe von sechs Raumfahrern unternimmt mit dem neuen Photonenraumschiff »Chius« einen Flug zur Venus. Frühere Entdeckungsreisen zum Schwesterplaneten der Erde waren gescheitert. Entweder gelang es nicht zu landen, einige Expeditionen gingen verloren oder die Forscher mussten ohne Ergebnisse starten, konnten nur mit knapper Not ihr Leben retten. Die Venus gab ihre Geheimnisse nicht preis. Die dichte und stürmische Atmosphäre machte eine gezielte Suche nach einem geeigneten Landeplatz unmöglich und erschwerte den Flug über der Planetenoberfläche.

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